future spaces – Erfahrungsräume für Mädchen öffnen und gestalten

SAZ-Rock e.V.

 
Kurzvorstellung

Seinen Anfang nahm Saz-Rock in den frühen achtziger Jahren, als dreizehn junge Leute in Frankfurt am Main einen Verein für Jugendliche aus der Türkei und Deutschland gründeten. Schon damals als gemeinnützig anerkannt, ist der Verein heute Träger der freien Jugendhilfe im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG). Seit 1984 betreibt Saz-Rock e.V. eine offene Jugendfreizeiteinrichtung, das Internationale Jugendcafé Gießfeldstraße. Im Jahr 2012 kam die Mädchen- und Jugendarbeit in der Alten Bäckerei in der Siedlung Westhausen hinzu. Saz-Rock gehört dem Frankfurter Jugendring und der Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Jugendhäuser freier Träger (AFJ) an.

Kurzbeschreibung

Das Projekt verfolgt das Ziel, Mädchen und junge Frauen im Alter von 11 bis 18 Jahren im Stadtteil Praunheim auf unterschiedliche Weise zuermächtigen, in ihrem Stadtteil sichtbar zu machen und so langfristig an Prozessen der gesellschaftlichen Teilhabe und demokratischen Gestaltungsmöglichkeiten zu beteiligen.

Fokus des Projektes ist der besondere Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsentwicklung, Körperarbeit und Demokratiegestaltung im Schwerpunkt der Mädchenarbeit. Im Mittelpunkt stehen die subjektiven Erfahrungs(-zusammenhänge) der Mädchen und jungen Frauen sowie deren ermächtigendem Veränderungspotential. Zielsetzung ist dabei die Vergrößerung von Handlungsmöglichkeiten der Jugendlichen durch die Eröffnung neuer Erfahrungsräume und die Stärkung demokratiefördernder Haltungen und Problemlösungsstrategien. Das Projekt teilt sich grundsätzlich in zwei Phasen: Zielsetzung der ersten Phase ist die Vermittlung von (politischen) Sach-, Urteils-, Methoden-, und Selbstkompetenzen der Mädchen durch spezifische Workshopangebote, Reflexionsräume und die Erhebung der lebensweltlichen Bedarfe von Mädchen mithilfe partizipativer Methoden. Neben einer Stadtteilbegehung stehen dabei die Verarbeitung und das Ausdrücken von Emotionen durch expressive Schreibformen wie Tagebuch führen aber auch Seminarangebote, die sich mit der Regulation des Nervensystems, Empowerment durch Kampfsport und politische Trainingsessions beschäftigen, im Vordergrund. Zudem ergänzen unterschiedliche kreative Projekttage, wie Töpfern, Djing und Henna sowie Besuche bei politischen Einrichtungen, den inhaltlichen Schwerpunkt.

Aus diesen Erfahrungen wird in der zweiten Phase die sozialräumliche (Wieder-)Aneignung der Mädchen geplant. Einerseits durch die Konzeption einer Plakat- und Stickeraktion, welches die Sichtbarmachung und Ermächtigung der Mädchen im Stadtviertel zum Ziel hat. Andererseits durch die gemeinsame Vorbereitung und Organisation des „future spaces- Festival für Mädchen und junge Frauen“ im Sommer 2023, in dem sich die Mädchen erfahren und ausprobieren sowie ihre persönlichen, politischen und sozialräumlichen Bedürfnisse im Rahmen einer abschließenden Podiumsdiskussion artikulieren können.

Ziele des Projekts
  • Empowerment der Mädchen als intersektionale Perspektive
  • Erhöhung der Selbstwirksamkeit der Mädchen
  • Zugang zu eigenen Emotionen und Bedürfnissen 
  • Stärkung der Artikulationsfähigkeit von Bedürfnissen
  • Besseres Körpergefühl und Stärkung der emotionalen Regulationsfähigkeit der Mädchen
  • Stärkung der Sichtbarkeit der Mädchen in ihrem Sozialraum
  • Förderung von digitalem Lernen und Umgang mit sozialen Medien
  • Vermittlung politischer Bildung durch Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen und die eigene Biographie betreffenden Themen
Kontakt

Miriam Courbier
Tel.: 069-74745725
E-Mail: m.courbier@saz-rock.de

http://www.saz-rock.de